Inklusion im Vergleich

01.03.2021 12:32
Inklusion

Inklusion im Vergleich: Deutschland und Ukraine

Online-Ausstellung zum Umgang mit Behinderung in Geschichte und Gegenwart

Inklusion ist ein Menschenrecht – jeder soll dazugehören. Dass Menschen mit Behinderung Menschen wie alle anderen sind und entsprechende Rechte haben, ist eine Auffassung, die in der europäischen Gegenwart keineswegs selbstverständlich ist, vor allem wenn in die Geschichte des 20. Jahrhunderts geblickt wird, in dessen dunkelsten Kapiteln Menschen mit Behinderung oder besonderen Bedürfnissen eingesperrt, gar ermordet wurden.

In einem Projektseminar widmeten sich 26 Studierende der Universitäten Augsburg, Cernivci (Ukraine) und der Hochschule Kempten der Gegenwart und Geschichte des gesellschaftlichen Umgangs mit Behinderung. In internationalen Kleingruppen recherchierten sie, was Inklusion in Ukraine und Deutschland heutzutage heißt, wie sie gelebt wird und welche länderspezifischen Unterschiede es gibt. Sie untersuchten Inklusion in Schule und Gesellschaft, Inklusion von älteren Menschen und von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Inklusion beziehungsweise der Umgang mit Behinderung wurde auch aus geschichtswissenschaftlichem Blickwinkel und als Folge des Krieges betrachtet. Wie die aktuelle Covid-19-Pandemie das Leben von Menschen mit Behinderungen beeinflusst, ist ein weiteres Thema des Projekts.

Die Studierenden interviewten Betroffene, Forschende, Angehörige und Personen des öffentlichen Lebens, arbeiteten aber auch mit archivarischem Material. Ergebnis des Projekts ist die umfang reiche Website „Inklusion – Inklusija“, die den Beginn eines weitergehenden Austauschs und Forschungsprogramms werden soll. Besucherinnen und Besucher können online einen vertieften Einblick rund um das Thema Inklusion und den Umgang mit Behinderung gewinnen: durch informative Texte, Gesprächsausschnitte mit Betroffenen oder wissenschaftliche Interviews, die als Video zur Verfügung stehen.

Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Maren Röger, die mit dem Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, einem vom Bezirk Schwaben maßgeblich finanzierten Forschungsinstitut, enge Beziehungen in Forschung und gesellschaftlicher Arbeit in die Ukraine unterhält.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.inklusion-inklusija.com

 

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