Radgruppe

Unsere Aktivitäten von 2010 bis heute
Das Radteam der Lebenshilfe Ostallgäu besteht in der jetzigen Konstellation seit Oktober 2011. In den einzelnen Wohnheimen wurde schon immer mit Bewohnern ab und zu geradelt. Einige Bewohner des »Weberecks« nahmen erstmals 2010 am Mindelheimer Radkriterium teil. Dies war die Geburtsstunde der Radgruppe. Im Rahmen der Aufnahme der Raddisziplinen in das Programm von Special Olympics gesellten sich mehrere Sportler aus unterschiedlichen Wohnheimen und auch von außerhalb zur Radgruppe, die derzeit zehn Sportler umfasst. Trainiert wird regelmäßig zwei Mal pro Woche, im Sommer draußen und im Winter drinnen. Wir bereiten uns zudem auf die jährlich stattfindenden Special Olympics sowie auf kleinere lokale Rennen vor, um dann – möglichst erfolgreich – daran teilzunehmen.
Im Jahr 2012 kehrten die Radsportler der Lebenshilfe Ostallgäu mit großem Erfolg von den deutschen Special Olympics aus München zurück. 2013 wurde der Trainingsfleiß im Winter und Frühjahr mit vielen Medaillen für die im Bereich der Ausdauer und Wettkampferfahrung stark verbesserten Sportler belohnt. Denn für uns alle ist nach dem Wettkampf zugleich vor dem Wettkampf.?Schließlich warten die nächsten Special Olympics schon auf uns …

Unser Konzept
Die Lebenshilfe Ostallgäu verschafft Kindern und Erwachsenen mit geistiger und auch körperlicher Behinderung durch ganzjähriges, regelmäßiges Training sowie durch die Teilnahme an Wettbewerben Zugangs- und Wahlmöglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Bereich Sport. Menschen mit geistiger Behinderung können aus diesem Angebot selbstbestimmt nach eigenen Interessen, Bedürfnissen und Wünschen auswählen. Die Lebenshilfe Ostallgäu organisiert die Teilnahme an Wettkämpfen im Rahmen von Special Olympics, Paralympics und auch ganz regulärer Wettkämpfe. Die Teilnahme an den Wettkämpfen ist gewünscht, aber nicht verpflichtend.


Die Zielsetzung
Mit dem Sport können Wirkungen auf die physische, psychische und soziale Handlungsfähigkeit erzielt werden. Der Sport verbessert die körperliche Fitness, ist gesundheitsfördernd, vergrößert das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl und fördert Freundschaften. Die Sportler können diese positiven Auswirkungen in ihr alltägliches Leben übertragen. Der Sport leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Selbstverwirklichung und Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit geistiger Behinderung und bietet vielfältige Möglichkeiten, eine breite Öffentlichkeit zu schaffen.

Zum Mitmachen
Mitfahren können alle, die Spaß an der Bewegung haben und bei denen folgende Voraussetzungen erfüllt sind: Keine Selbst- und Fremdgefährdung, keine Weglauftendenz. Gute gesundheitliche Konstitution und die Bereitschaft zu regelmäßigen ärztlichen Kontrollen. Das Einverständnis des gesetzlichen Betreuers. Der Wille zweimal pro Woche zu trainieren. Gut für den Einstieg wäre geeignete Radbekleidung und wenn bereits vorhanden ein eigenes Drei- oder Zweirad.

Die Betreuung
Die Radfahrer werden von der Arbeitsstelle oder von zu Hause abgeholt und nach dem Radtraining in der Regel auch wieder nach Hause gebracht. Das Training findet zwei Mal pro Woche immer dienstags und donnerstags statt und dauert ungefähr zwei Stunden. Es ist immer mindestens ein Trainer beim Training dabei. Während der Wettkämpfe im In- und Ausland ist rund um die Uhr ein Betreuer anwesend. Jeder Radfahrer wird im Training individuell auf seine momentane Befindlichkeit und auch auf seine Leistungsstärke angesprochen und dementsprechend trainiert.

Unser Training
Jeder unserer Sportler bekommt ein eigenes Trainingsprogramm, das an seine Leistungen und seine Bedürfnisse angepasst wird. Wir trainieren ganzjährig. In der Regel ist der Monat August trainingsfrei und zur Erholung gedacht. Im Winter betreiben wir vorwiegend Ausdauertraining auf hauseigenen Spinning-Rädern. Wir trainieren vorwiegend im Fliegerhorst Kaufbeuren sowie in der Umgebung. Das Training ist aufgeteilt in Aufwärmprogramm, einem Hauptteil mit »Wettrennen« sowie einem Abwärmprogramm in Form eines Dehnzirkels. Jeder einzelne Sportler erhält individuelle Förderung, Technikschulung sowie Hilfen zur Verbesserung seines Potentials. Wichtig ist uns, dass alle Sportler freiwillig am Training teilnehmen und ein Teamgefühl entwickeln können – sich aber auch an schlechten Tagen im Training zurückhalten dürfen gemäß dem Motto »jeder kann, keiner muss«.

Kontakt
Lebenshilfe Ostallgäu e.V.
Radgruppe
Rolf Rathjen, Leiter
Wohnheim Hans-Böckler-Str. 35
87600 Kaufbeuren
Tel 08341 966736-0 
oder 08341 9602242

Links
www.specialolympics.de
www.bvs-bayern.com